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Zivile Atombomben ArtikelNeben der militÀrischen Bedeutung wurde die Atombombe auch zivil genutzt. Sowohl die Vereinigte Staaten Amerika als auch die UdSSR nahmen zahlreiche Versuche vor, um Rohstoffvorkommen durch unterirdische Nuklearexplosionen ergiebiger zu machen, und in dem Bauwesen, speziell in dem Kanalbau.
Kratererzeugende Explosionen | |
Bekanntestes Beispiel einer zivil genutzten Atombombe ist die so genannte Sedan-Explosion der Vereinigte Staaten Amerika in dem Jahr 1962. Mit einer ExplosionsstĂ€rke von 100 kt wurde ein eindrucksvoller Krater mit 185 m Durchmesser und einer Tiefe von 98 m ausgehoben. In einem sowjetischen Experiment wurden drei Kernladungen mit jeweils 15 kt in etwa 165 m Abstand und in einer Tiefe von 127 m gezĂŒndet. Damit wurde ein lĂ€nglicher Krater von 700 m LĂ€nge und 10 m bis 15 m Tiefe auf der Route des Petschora-Kolwa-Kanals erzeugt. Weitere US-amerikanische Atombombenexplosionen zur Erzeugung von Kratern waren die Experimente Danny Boy, Sulky, Cabriolet, Buggy und Schooner. Bei kratererzeugenden Explosionen wird der Atomsprengsatz zwar unterirdisch gezĂŒndet, jedoch in einer so kleinen Tiefe, dass die Explosion bis zur ErdoberflĂ€che durchschlĂ€gt und eine groĂe Menge Gestein in die Umgebung verteilt.
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Bei den vollkommen unterirdischen US-amerikanischen Testexplosionen Gasbuggy am 10.12.1967 mit 28 kt Sprengkraft, Rulison am 10.9.1969 mit 43 kt Sprengkraft und Rio Blanco am 17.5.1973 mit 3 Atombomben von je 30 kt wurden die Auswirkungen unterirdischer Atombombenexplosionen auf natĂŒrliche Gasreservoirs behandelt. Absicht war insbesondere eine erhöhte Ergiebigkeit der Gasvorkommen durch eine Lockerung des Gesteins.
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Unterirdische Atombombenexplosionen erzeugen bei geeigneter Tiefe, Bodenbeschaffenheit und Sprengkraft groĂe HohlrĂ€ume. Davon ausgehend gab es PlĂ€ne, damit Kavernen zu schaffen fĂŒr beispielsweise unterirdische Ăllager, Gaslager oder auch fĂŒr die dauerhafte Lagerung von Abfallstoffen.
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Eine weitere mögliche zivile Anwendung wÀren Raumschiffe mit nuklearem Pulsantrieb. In den 50ern und 60ern des 20. Jahrhunderts gab es in den Vereinigte Staaten Amerika das Orion-Projekt, dessen Absicht es war, ein solches durch Atombombenexplosionen betriebenes Raumschiff zu konstruieren. Das Projekt wurde jedoch 1965 eingestellt, ohne dass Tests mit nuklearen Explosionen stattgefunden hÀtten.
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Durch die zivilen Explosionen wurden abseits der bekannten Atomwaffen-TestgelĂ€nde vergleichsweise groĂe radioaktive Kontaminationen erzeugt. Es werden radioaktive Stoffe in die AtmosphĂ€re undins Gestein eingebracht, weshalb diese Anwendungen heute gemeinhin als zu gefĂ€hrlich und zu umweltbelastend angesehen werden.
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